Scharfe Fotos machen

Um scharfe Fotos zu machen, müssen Sie Unschärfe vermeiden. Das klingt logisch - ist es auch. Als erstes müssen sie verstehen wodurch unscharfe Fotos entstehen können.

  1. Bewegungsunschärfe durch die Kamera, bzw. durch den Fotografen
  • Wenn ein Fotos aus der Hand aufgenommen wird, dann bewegt sich die Kamera. Es ist für einen Menschen nicht möglich die Kamera komplett still zu halten. Diese Verwacklungen führen zu unscharfen Bilder, wenn das Foto mit einer zu langen Belichtungszeit aufgenommen wird. Es gibt eine Faustregel ab welcher Belichtungszeit diese Probleme auftreten. Bei einem Vollformat Chip sollte die Belichtungszeit immer kürzer sein als die Brennweite in mm. Wenn Sie z.B. mit 100m fotografieren, dann sollte die Belichtungszeit kürzer sein als 1/100s. Bei 200mm sollte die Belichtungszeit kürzer sein als 1/200s. Bei einen Sensonr im Crop Format multipliziert man die Belichtungszeit mit 1,6. Bei 100mm Brennweite sollte man als eine Belichtungszeit von maximal 1/160s verwenden. Ein guter Bildstabilisator kann es ermöglichen auch mit längeren Belichtungszeiten scharfe Fotos zu machen.

Abhilfe: Verwenden Sie ein Stativ, dann können Sie auch mit längeren Belichtungszeiten scharfe Fotos machen.

  1. Bewegungsunschärfe durch das Motiv
  • Wenn Sie ein Motiv bewegt, wenn z.B. ein Tier oder ein Sportler, entsteht ebenfalls Bewegungsunschärfe. Hier gibt es keine Faustformel. Sie können die maximale Belichtungszeit nur durch ausprobieren herausfinden. Bei Motiven die sich schnell bewegen kann eine Belichtungszeit von unter 1/1000s schnell nötig sein.

Abhilfe: Ggf. einen Blitz verwenden um kürzere Belichtungszeiten zu ermöglichen.

  1. Unschärfe durch zu geringe Schärfentiefe
  • Je offener die Blende, desto geringer ist die Schärfentiefe. Fotografieren Sie z.B. mit Blende 1,8 dann ist nur der Punkt im Bild scharf, auf welchen Sie fokussiert haben. Andere Bereiche werden schnell unscharf. Je größer die Entfernung vom Fokuspunkt, desto unschärfer wird der Bereich.

Abhilfe: Wenn Sie eine Blende mit einer größeren Blendenzahl verwenden (z.B. Blende 11), dann ist der Schärfebereich im Bild größer.

  1. Zu hoher ISO Wert
  • Die besten Fotos entstehen immer noch bei ISO Werten von 200 oder kleiner. Die neuen Kameras werden immer besser auch bei höheren ISO Werten. Dennoch sollte man hohe ISO Werte wenn möglich vermeiden um scharfe Fotos zu bekommen. Je höher der ISO Wert, desto problematischer.

Abhilfe: Blende ändern und damit für mehr Lichteinfall zu sorgen oder Belichtungszeit verlängern, ggf. mit Stativ oder Blitz verwenden.

  1. Autofokus hat nicht richtig fokussiert.
  • Es kann vorkommen, dass der Autofokus nicht perfekt fokussiert oder sogar auf das falsche Motiv scharfstellt.

Um zu vermeiden, dass das falsche Motiv fokussiert wird, können Sie den Fokus im Bild selber wählen. bei fast allen DSLRs kann man verschiedene Fokusfelder auswählen. Wählen Sie z.B. das mittlere Feld aus und richten Sie das Feld auf das Motiv. Drücken Sie dann den Auslöser halb durch und halten Sie diese weiter gedrückt. Jetzt können Sie bei Bedarf noch den Bildausschnitt verändern. Drücken Sie den Auslöser danach komplett um das Foto zu machen.

Tipp: Manuelles Scharfstellen über den Live-View Modus

Wenn sich das Motiv nicht bewegt und Sie Zeit für ein Foto haben, dann verwenden Sie den Live-View Modus Ihrer Kamera und stellen dann manuell scharf. Das bringt die besten Ergebnisse. So geht´s: Verwenden Sie ein Stativ und wählen Sie den Bildausschnitt. Stellen Sie an Ihrem Objektiv auf "manueller Fokus" und starten Sie den Live-View Modus Ihrer Kamera (haben alle neuen Kameras). Stellen Sie als erstes grob scharf und zoomen Sie dann im Live-View Modus auf 5x oder 10x - je nach Kamera. Stellen Sie dann exakt scharf. Da Sie mit einem Stativ arbeiten und selber manuell scharf gestellt haben muss das Foto auch scharf werden. Verwenden Sie bei Bedarf noch einen Fernauslöser um Verwacklungen an der Kamera zu vermeiden.

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